Donnerstag, 11. Dezember 2008

Hoch die Tassen: Alkoholwerbung bei AdWords wird erlaubt

Jetzt sollen neben Bier auch hochprozentige Getränke via AdWords beworben werden dürfen. Dabei gestattet Google den Werbungtreibenden und ihren Agenturen einen Kunstgriff, um nicht gegen US-Recht zu verstoßen. In den kommenden Wochen soll es auch in anderen Ländern möglich sein, Anzeigen für Schnaps und Co zu schalten.
Geschüttelt, nicht gerührt: Spirituosenwerbung erlaubt Google mit Tricks.
Wie das offizielle Inside-AdWords-Blog schreibt, zur Homepage dieses Unternehmnes Relation Browser dürfen in den USA jetzt neben Bier auch härtere alkoholische Getränke über die Anzeigen beworben werden. Allerdings weist man die Hersteller von Spirituosen darauf hin, 'Informationen' über die hochprozentigen Getränke zu bewerben. Anders als bei der AdWord-Schaltung für Bier, ist die direkte Werbung nicht erlaubt. "Anzeigen, die den Verkauf von Spirituosen bewerben, sind bei AdWords nach wie vor unzulässig.Im Gegensatz dazu, dürfen Anzeigen für Bier den direkten Verkauf bewerben", heißt es in dem Blogeintrag. Damit Bacardi Relation Browser und Co informativ für ihre Produkte werben können, verweist Google auf seine Policy-Seite für AdWords-Buchungen zur Homepage dieses Unternehmnes Relation Browser. Auch in weiteren bisher abstinenten Märkten sollen die Hersteller der berauschenden Getränke buchen dürfen, wie Google erwähnt. Die Möglichkeit soll in einigen Wochen gegeben werden.

Webtrend investiert in SEM-Vertrieb

WebTrends, Anbieter für Webanalyse- und Online Marketing-Lösungen, erweitert seine Manpower im Professional Services- und Suchmaschinenmarketingbereich. Der Grund liegt in der Krise.
Ab sofort ist Thomas Kalinna als Professional Services Engineer für den Technical Support und die Beratung bei WebTrends tätig. Antje Hartmann zeichnet als Online Account Manager, EMEA, und Suchmaschinenspezialistin dezidiert für alle Fragen rund um die SEM-Lösung Ad Director verantwortlich.

Der frühere IT-Consultant Thomas Kalinna war bereits im Rahmen seiner vorherigen Tätigkeit bei der Value Added Software GmbH für den technischen Support der Webtrends Software verantwortlich und verfügt somit über drei Jahre WebTrends-Erfahrung.

Antje Hartmann betreut gezielt das Thema Suchmaschinenmarketing bei Webtrends auf dem deutschsprachigen Markt und steht mit ihrer Expertise Kunden und Interessenten zur Seite. Zuvor war sie als Online Marketing Manager bei einem Reiseveranstalter tätig. Zudem hat sie Erfahrung im Bereich Event Management gesammelt und den Market Research-Kongress Esomar in London mit auf die Beine gestellt.

Mit der Aufstockung seiner personellen Ressourcen reagiert WebTrends auf die stetig wachsende Nachfrage nach seinen Onlinemarketing-Lösungen. Und auf die Wirtschaftskrise: Europachef Karl-Heinz Maier: "Der verschärfte Online-Wettbewerb führt zu steigender Komplexität und höheren Kosten für Suchmaschinenmarketing-Kampagnen. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, jemanden speziell für die Beratung im Bereich Suchmaschinenoptimierung zu haben."

Harte Bandagen und schöne Körper: Wie viele Anbieter Mode per SEM bewerben

Onlinehändler und Hersteller liefern sich im Web einen Kampf um die Kunden. Das zeigt eine exklusive Auswertung der gebuchten Keywords im Modebereich von Xamine. Immerhin buhlen über 45.000 Unternehmen mit Suchwortanzeigen für Google Adwords, Yahoo und MSN.
Mode wird zunehmend per SEM verkauft

Damenmode wird im Internet von einer sehr großen Anzahl von Anbietern feilgeboten. Insgesamt 45.019 deutsche Unternehmen versuchen aktuell, über Suchmaschinenmarketing an neue Kunden zu kommen.

Dabei buchen sie 2.482 Begriffe, die der Suchmaschinen-Analyst Xamine Relation Browser für iBusiness errechnet hat. Damit zählt der Bereich Damenmode zu den Top-Buchern im deutschen SEM-Markt. Daraus errechnet sich eine Werbedichte, die anzeigt, umkämpft das Feld Damenmode ist.

Derzeit ergibt sich ein Wert von 18,13 als Index. Für die Herrenmode werden von 883 identifizierten Werbungtreibenden 27 Begriffe gebucht, was einer Werbedichte von 32,70 entspricht. Der Index gibt in einer Skala von 0 bis 100 an, wie wahrscheinlich es ist, eine Suchwortanzeige des entsprechenden Unternehmens angezeigt zu bekommen, wenn eines der Suchwörter eingegeben wird, das der Branche zugeordnet werden kann.

Deutschlands Agenturen hatten schon im Sommer Alarm geschlagen: Der Preisanstieg bei den Suchwortanzeigen behindere inzwischen Unternehmen ganzer Branchen, Dienstleister befürchten Agenturkonzentration. Die Zahlen belegen allerdings: Die hohen Preise sind kein Wunder, sondern Marktwirtschaft. Es ist eben genauso wie beim Öl: Nachfrage treibt die Preise.

"Agenturen und Auftraggeber verdienen nichts mehr": Der Geschäftsführer der SEM/SEO-Agentur Sumo, Christian Mauer, schlägt Alarm. Bei den Suchwortanzeigen im Finanz- und Versicherungssektor, in der Reisebranche, bei Telekommunikation und Handys gehe nahezu nichts mehr. Die Märkte seien "übersättigt", sprich: zu teuer.

Doch während SEM-Experten wie Mauer Google für die Preissteigerung bei den Suchanzeigen verantwortlich machen, sprechen die Zahlen, die der Analyse-Experte Xamine Relation Browser aus dem deutschen SEM-Markt herauszieht, eine andere Sprache. Xamine hat eine Software entwickelt, die automatisch sämtliche Suchanzeigen erfasst und auswertet.

Zählte Geschäftsführer Peter Herold noch im Januar 2008 rund 5,3 Millionen verschiedene SEM-Anzeigen, so waren es sechs Monate später bereits 5,7 Millionen. Tendenz: weiter wachsend. Wenn aber aufs Jahr gerechnet 20 Prozent mehr Anzeigen sich um die Plätze in den Suchanzeigen rangeln, dann ist verständlich, dass der Preis steigt, will man vorne angezeigt werden.

Die Branchen, die Xamine für uns exemplarisch ausgewertet hat, sind dabei höchst unterschiedlich umkämpft. Am härtesten geht es bei den Billigflügen zu. Im Schnitt 50 Anzeigen kommen hier auf jedes einzelne mögliche Suchwort. Ebenfalls hart umkämpft sind Suchwörter rund um Herrenmode (33 Anzeigen pro Suchwort), Online-Apotheken sowie Versicherungen (jeweils 23). Am geruhsamsten zu geht es in den Suchergebnissen von Stichwörtern aus dem Feld der Software (3,8), der Direktbanken (5,4) und des Wellness-Markts (7,1)