Freitag, 13. Februar 2009

Händler messen Erfolg von Onlinemarketing nicht

Können Sie Besucher oder Umsätze einer Kampagne zuordnen?
(Grafik: ibi research)

Onlinemarketing ist für Internethändler selbstverständlich. Suchmaschinenoptimierung und -werbung sowie der Versand von Newslettern sind die am häufigsten eingesetzten Marketinginstrumente. Jedoch untersucht nur die Hälfte der Unternehmen, ob sich diese Maßnahmen wirklich lohnen.

Die aktuelle Studie E-Commerce in Deutschland von ibi research an der Universität Regensburg zeigt, dass drei Viertel der Händler auf Suchmaschinenoptimierung setzen, um Besucher in ihren Webshop zu locken. Über die Hälfte schaltet auch Suchmaschinenwerbung und informiert per Newsletter über die angebotenen Produkte.

Diese Maßnahmen verursachen zum Teil erhebliche Kosten. Jeder vierte Händler gibt für Marketing-Aktivitäten mehr als 10.000 Euro pro Jahr aus, bei zwei von fünf sind es mehr als 5.000 Euro. Suchmaschinenwerbung und Zeitungsanzeigen sind dabei die größten Kostenblöcke. Der Erfolg dieser Investitionen bleibt vielen Onlinehändlern aber verborgen. Nur gut 40 Prozente der befragten Unternehmen wissen, wie viele Besucher eine Kampagne generiert hat. Und nur 36 Prozente der Firmen, die einen Newsletter versenden, kennen dessen Öffnungsrate.




Händler wollen Webcontrolling ausbauen

„Es überrascht, dass so wenige Händler sich mit der Wirkung ihrer Marketing-Maßnahmen auseinandersetzen", kommentiert Ernst Stahl von ibi research die Untersuchungsergebnisse. „Insbesondere, da Onlinehändler mithilfe von Web-Controlling-Tools sehr leicht feststellen können, wie gut beispielsweise die Marketing-Aktionen bei ihren Kunden ankommen". Ein Viertel der befragten Onlinehändler setzt gegenwärtig überhaupt kein Web-Controlling-Tool ein.

Viele Unternehmen planen jedoch, ihre Web-Controlling-Aktivitäten auszubauen. So wollen knapp 40 Prozent das Nutzerverhalten zukünftig regelmäßig analysieren, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Annähernd jeder zweite Händler will zudem Kundenbefragungen zur Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten einsetzen.

Für die Untersuchung „E-Commerce in Deutschland" wurden rund 700 Onlinehändler befragt. ibi research bietet die Studie kostenlos zum Download an.


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